STOLPERSTEINE IN FREIBURG

 

ROSA SINAUER

253 | Erbprinzenstraße 8, 79098 Freiburg (A)

 

ROSA SINAUER wurde am 9. Dezember 1861 als Rosa WESTHEIMER geboren. Sie war verheiratet mit dem renommierten Freiburger Rechts¬anwalt Moritz Sinauer. Sie ist die Mutter von DR.ERIKA SINAUER und Margarete Wagner, geborene Sinauer. Sie lebte mit ihrer Familie in Freiburg. 1936 (oder auch 1938) verstarb ihr Mann Moritz, der von Karl Bader, nach 1945 Generalstaatsanwalt, als begnadeter Jurist bezeichnet (Quelle 31) wurde. Von 1933 bis zur Deportation in das KZ Theresienstadt wohnte ROSA SINAUER in der Erbprinzenstraße 8. Während Tochter ERIKA SINAUER im Oktober 1940 ins Pyrenäenlager Gurs verschleppt wurde, blieb ROSA SINAUER zunächst in Freiburg. Am 22. August 1942 wurde sie zusammen mit 30 anderen Personen aus Freiburg wegen ihrer ,jüdischen Abstammung‘  mit dem Deportationszug XIII/1 in das unmenschliche KZ Theresienstadt gebracht. Dort fehlte es an allem: Nahrung, medizinischer Versorgung, Wasser. Pro Person standen nur 1,6 Quadratmeter Wohnfläche zur Verfügung. Unter diesen menschenunwürdigen Umständen starb sie dort nach drei Wochen am 17. September 1942 im Alter von 80 Jahren.

 

 

Stolpersteinverlegung für ROSA SINAUER im April 2003.

 

Quellen:   1, 2, 3, 4, 7, 8, 10, 12, 22, 23, 29, 31, 38, 39

 

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