STOLPERSTEINE IN FREIBURG

 

PAUL STEINITZ

258 | Prinz-Eugen-Straße 9, 79102 Freiburg (A)

 

PAUL STEINTZ wurde am 25. März 1869 in Rosenberg/Oberschlesien geboren. Er war eines von 9 Geschwistern.  Seine Eltern waren Rosalie Steinitz geb.Boehm und der Notar Israel Steinitz. PAUL STEINITZ lebte dort bis 1935 als anerkannter Jurist.

 

1933 wurde er nach dem sogenannten „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ als Justizrat entlassen. Dieses von den Nazis verabschiedete  Gesetz diente ausschließlich der Entlassung aller Jüdischen Beamten und Selbständigen in ihren Berufen. Davon waren sowohl Ärzte, Juristen, Lehrende, Dozenten, Professoren und andere Angestellte und Beamte mit jüdischer Religion betroffen. PAUL STEINITZ war - nach seiner Entlassung aus dem Staatsdienst -  als selbständiger Rechtsanwalt und Notar tätig.

 

Mit seiner Schwester DR. FRANZISKA STEINITZ flüchtete er 1937 nach Freiburg. Aber auch hier litt er an der Demütigung durch die Nationalsozialisten. In   Freiburg  wurde er am 22. Oktober 1940 verhaftet und zusammen mit seiner Schwester und mehr als 350 anderen Freiburgerinnen und Freiburgern, in das Camp Gurs deportiert. Etwas mehr als zwei Jahre konnte PAUL STEINITZ den schrecklichen Lagerbedingungen standhalten. Er litt wie alle anderen Gefangenen an ständigem Hunger und den absolut unhygienischen Verhältnissen im Lager Gurs. PAUL STEINITZ wurde dort am 9. Januar 1942, nur eine Woche nach seiner Schwester im Alter von 72 Jahren ermordet. Sein Grab auf dem Lagerfriedhof von Gurs hat die Nummer 963.

 

 

STOLPERSTEIN-Verlegung für PAUL STEINITZ im Januar 2003.

 

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