STOLPERSTEINE IN FREIBURG

 

BERTHOLD WEIL

266 | Salzstraße 29a, 79098 Freiburg (A)

 

BERTHOLD WEIL wurde am 19. Juli 1899 in Freiburg geboren. Seine Eltern hießen Leopold Weil, geboren am 8. August 1865, und Julie Weil, geboren als Julie Dreyfuß am 13. Juni 1877. BERTHOLD WEIL war der Inhaber der Firma K. A. Schüler Hanf- und Drahtseilerei (auch Firma Weil). Ab 1938 betrieb er eine Bindfadengroßhandlung. Er war verheiratet mit ELSE WEIL GEB.STERN. Gemeinsam hatten sie die Tochter Thekla. Von 1916 bis 1938 war er in der Salzstraße 29 gemeldet. In den Unterlagen des Stadtarchivs ist als letzte Freiburger Adresse die Maximilianstraße 26 verzeichnet, in den Einwohnerbüchern ist er jedoch nicht dort gemeldet.

 

Am 22. Oktober 1940, einem Tag des jüdischen Laubhüttenfestes,  wurde BERTHOLD WEIL wegen der  „Rassegesetze“ der Nationalsozialisten verhaftet und in das Lager-KZ Gurs deportiert. Nach zwei  Jahren  in diesem furchtbaren Lager wurde er   weiter deportiert. Etwa 650 Personen kamen aus der „unbesetzten Zone Frankreichs“ am 15. September 1942 im KZ Drancy an, unter ihnen auch BERTHOLD und ELSE WEIL aus Gurs. Der Zug hatte die Demarkationslinie zwischen dem noch „freien“ Frankreich, wo das Lager Gurs sich befand, und dem von den Deutschen besetzten Teil Frankreichs, in dem das KZ Drancy lag, passiert. Am 16. September 1942 wurde BERTHOLD WEIL mit dem Konvoi Nr. 33 vom KZ Drancy in das KZ Auschwitz deportiert. Die Leitung des Transports hatte Feldwebel Ullmeyer. BERHOLD WEIL wurde nach der Befreiung offiziell für tot erklärt. Tatsächlich ist BERTHOLD WEIL, 43 Jahre alt, in den Gaskammern von Auschwitz-Birkenau ermordet worden.

 

 

STOLPERSTEIN-Verlegung für BERTHOLD WEIL im Oktober 2005.

 

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