STOLPERSTEINE IN FREIBURG

SOFIE EPPSTEIN

SOFIE EPPSTEIN (auch Epstein) wurde am 15.April 1895 (oder 1894) geboren. Sie kam aus Eichstetten nach Freiburg und zog in die Merianstraße 43, heute Hausnummer 41.

Sie wurde wie die anderen Freiburgerinnen und Freiburger mit jüdischer Religion bzw. die Personen, die nach den sogenannten "Rassegesetzen" als Juden galten, am 22.Oktober 1940 verhaftet und in das südfranzösische Lager Gurs deportiert. Die Maßnahmen der deutschen Nationalsozialisten zur sogenannten "Endlösung der Judenfrage" wurden ab Sommer 1942 auch in der besetzten und der nichtbesetzten Zone Frankreichs (z.B. Camp/Lager Gurs) eingeleitet. SS-Obergruppenführer Heydrich fuhr persönlich nach Paris, um die Modalitäten der Transportzüge für den "Arbeitseinsatz nach Osten" mit den französischen Verantwortlichen festzulegen. Nun wurde entschieden, dass auch die im unbesetzten Gebiet (Gurs) eineinhalb Jahre lang "internierten Juden" abzutransportieren seien. Insgesamt sollten - so war die Absprache - im Monat August 1942 mindestens 13 Züge mit mindestens je 1.000 gefangenen Menschen aus den Lagern/KZs nach Auschwitz fahren.

Zu den etwas später Deportierten gehörte SOFIE EPPSTEIN. Sie wurde zunächst in das KZ Drancy gebracht und am 6.November 1942 mit dem Convoi Nr.42, zusammen mit 999 anderen Opfern aus 18 verschiedenen französischen Lagern, in das KZ Auschwitz deportiert. Dort ist SOFIE EPPSTEIN, 48 Jahre alt, in den Gaskammern von Auschwitz-Birkenau ermordet worden.

  • Stolpersteinverlegung für SOFIE EPPSTEIN im April 2003

Quellen:  1, 2, 3, 4, 5, 8, 10, 12, 35, 39

  • ≡