STOLPERSTEINE IN FREIBURG

SOFIE BLOCH

SOFIE (auch Sophie) BLOCH geb. WACHENHEIMER  wurde am 4. April 1898 in Schmieheim geboren. Auch der 4.Mai des gleichen Jahres ist als ihr Geburtstag möglich. Sie war verheiratet mit NORBERT BLOCH, das Paar lebte in Freiburg in der damaligen Salzstraße 11, heute Salzstraße 7.

Gemeinsam mit ihrem Mann, ihrer gemeinsamen Tochter Lore Bloch (*28.Juli 1927) und vielen anderen jüdischen Freiburgerinnen und Freiburgern wurde SOPHIE BLOCH am 22.Oktober 1940 von zwei Beamten verhaftet und mit bereitstehenden Zügen in das Camp/Lager Gurs deportiert. In diesem südfranzösischen Lager/KZ wurden die Gefangenen von Hunger, Durst, Ratten und Läusen geplagt. Sie alle hatten kaum medizinische Hilfe. Nach fast zwei grausamen Jahren in diesem Lager, aber nach der Rettung ihrer Tochter Lore Bloch aus diesem Camp, brachte man SOFIE BLOCH in das KZ Drancy. Dieses war der westeuropäische Sammelplatz für die Deportationen in den Osten. Mit dem Konvoi Nr. 19 wurde SOFIE BLOCH am 14. August 1942 zusammen mit ihrem Mann in das KZ Auschwitz weiter deportiert. In diesem Güterzug mussten 1.015 Menschen aus unterschiedlichen Lagern Frankreichs in den Osten fahren. Dort, in den Gaskammern von Auschwitz-Birkenau, wurde SOFIE BLOCH im Alter von 44 Jahren ermordet. Nur ein Mann aus diesem Zug überlebte den Nazi-Terror.

Ihre Tochter Lore Bloch wurde durch die Jüdische Kinderhilfsorganisation OSE - wie fast 6.000 andere Kinder mit jüdischer Religion - gerettet. Sie lebte später in den USA.

  • STOLPERSTEIN-Verlegung für SOFIE BLOCH im November 2004