STOLPERSTEINE IN FREIBURG

SEDY GRUMBACHER

SEDY (auch Sedi oder Sedie) GRUMBACHER ist am 20.April 1925 geboren worden. Sie war die jüngste der drei Töchter von BENNO und FANNY GRUMBACHER, geborene ABRAHAM. Die Namen ihrer Schwestern waren RITA und KLARA (GERDI) GRUMBACHER. Sie war vom 24.März 1931 bis zum 10.Januar 1934 in der Eisenbahnstraße 66 gemeldet.

Gemeinsam flüchtete die Goßfamilie 1933/1934 nach Frankreich. Dort lebte sie mit den Großeltern LINA und ALBERT ABRAHAM, ihrem Onkel Gustav Abraham, den Tanten Selma Rothschild und Martha Meier sowie deren Familien auf dem alten Gutshof Ste. Radegonde in Chênehutte-les-Tuffeaux im Loire-Tal. Der Aufenthalt in Frankreich bot für einige Jahre Schutz vor den Nationalsozialisten. Aber in der Nacht vom 15. auf den 16.Juli 1942 stürmten die Gestapo und die französische Polizei das Haus und verschleppten fast alle Menschen in dem Haus. Nur die Großeltern LINA und ALBERT ABRAHAM und die kranke ERNY ABRAHAM, ihre Tante, wurden erst am nächsten Tag verhaftet.

SEDY GRUMBACHER wurde am 20.Juli 1942 mit dem Konvoi Nr. 8 gemeinsam mit ihren Schwestern von Angers aus in das KZ Auschwitz deportiert. Dies war der einzige Transport, der von Angers direkt nach Auschwitz führte. Dort wurde sie im Alter von 17 Jahren ermordet.

  • STOLPERSTEIN-Verlegung für SEDY GRUMBACHER im Oktober 2005

Quellen:  2, 8, 9, 12, 33, 34, 35

  • ≡