STOLPERSTEINE IN FREIBURG

 

 

ROBERT HIRSCH

122 | Rheinstraße 15, 79104 Freiburg | (A)

ROBERT (auch ROBERT Bruno) HIRSCH wurde am 4. Februar 1905 in Aschaffenburg geboren. Er war der Sohn des Kaufmanns David Hirsch (1872-1943) und seiner Ehefrau Bertha Hirsch (1879-1944) geb. Gärtner.

 

ROBERT HIRSCH war in erster Ehe verheiratet mit Margareta Helena Schöffler, die sich aber 1937, nach fünf Jahren Ehe, voneinander scheiden ließen. Von Beruf war er Reisender und später auch Gartenbauarbeiter. Im Rahmen der Reichspogromnacht vom 9./10.November 1938  wurde ROBERT HIRSCH in Freiburg verhaftet und in das KZ Dachau am 11.November 1938 deportiert. Dort wurde ihm die Gefangenennummer 20754  zugeteilt.

 

In den Einwohnerbüchern der Stadt Freiburg von 1933 bis 1940 sind keine Einträge über ROBERT HIRSCH  zu finden. Am 30. Juli 1940 heiratete er in Freiburg MATHILDE HIRSCH geschiedene SCHLESINGER. PAULA ROSA FÜRTH, die mit ihrem Mann SIMON ebenfalls in der Rheinstraße 17 gemeldet war, hieß mit Mädchennamen Hirsch.

 

Am 22. Oktober 1940 wurde ROBERT HIRSCH erneut verhaftet, zusammen mit zahlreichen anderen Freiburger Bürgerinnen und Bürgern. Diese mehr als 350 Menschen aus dieser Stadt wurden in  11 Zügen in das Camp/ Lager Gurs deportiert. Nach fast 2 qualvollen Jahren  dort, wurde ROBERT HIRSCH  in das KZ Drancy weiter deportiert.  Schließlich von dort aus  mit dem Konvoi Nr. 24 vom 26. August 1942 in das KZ Auschwitz gebracht. ROBERT HIRSCH  wurde im Alter von 37 Jahren in den Gaskammern vom KZ  Auschwitz-Birkenau ermordet.

 

 

STOLPERSTEIN-Verlegung für ROBERT HIRSCH im Juli 2003.

 

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