STOLPERSTEINE IN FREIBURG

NORBERT BLOCH

NORBERT BLOCH wurde am 1.Dezember 1887 in Schmieheim geboren. Der Nachname Bloch war seinerzeit ein sehr häufiger Familienname. Da NORBERT BLOCH von 1933 bis 1940 nicht in der Salzstraße gemeldet war, konnten wir erst bei späteren Recherchen herausfinden, dass NORBERT BLOCH und SOFIE BLOCH ein Ehepaar waren. Sie hatten die gemeinsame Tochter Lore (*23.Juli 1927). Lore Bloch musste, wie alle Kinder mit jüdischer Religion in Freiburg, ab 1936 die öffentliche Schule verlassen. Sie war gezwungen in die Freiburger Jüdische Schule zu wechseln. Das waren allerdings nur zwei Klassenräume in der heutigen Lessingschule. Ab 1938 durften diese Kinder dann auch nicht mehr die Lessingschule betreten, es wurde eine provisorische "Schule" im Jüdischen Gemeindehaus eingerichtet.

Am 22.Oktober 1940 wurde das Ehepaar BLOCH, zusammen mit ihrer 13-jährigen Tochter Lore  verhaftet und in das Lager Gurs deportiert. Lore konnte von Kinderhilfsorganisationen aus dem KZ-Lager Gurs gerettet werden und lebte später in den USA. Sie ist 2001 in Florida 74-jährig als Lore Stern-Bloch gestorben. (Quelle 61,S.16).

Vom Lager Gurs aus brachte man NORBERT BLOCH zusammen mit seiner Frau SOFIE BLOCH weiter in das KZ Drancy bei Paris. Am 14.August 1942 wurde er mit dem Konvoi Nr. 19 in das KZ Auschwitz weiter deportiert. NORBERT BLOCH wurde im KZ Auschwitz-Birkenau in den Gaskammern im Alter von 55 Jahren ermordet.

Die STOLPERSTEINE für NORBERT und SOFIE BLOCH liegen jedoch nicht nebeneinander in der Salzstraße. Der Stein für NORBERT BLOCH ist vor der Einfahrt der heutigen Salzstraße 11 verlegt, denn zunächst war nicht klar, dass sich inzwischen die Nummerierung der Hausnummern geändert hat.

  • STOLPERSTEIN-Verlegung für NORBERT BLOCH im Januar 2003
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