STOLPERSTEINE IN FREIBURG

MAX FRANK

MAX FRANK wurde am 22.August 1873 in Wuppertal-Elberfeld geboren. Er hatte die deutsche Staatsangehörigkeit. Seine Eltern waren der Kaufmann Hermann Naphtali Frank und Babette Frank, geborene Gutmann. Die Mutter wurde am 15.Mai 1843 geboren. MAX FRANK zog schon 1900 - 27 Jahre alt - nach Freiburg. 1906 zogen seine verwitwete Mutter Babette Frank und seine Schwester Helene Frank zu ihm nach Freiburg. Die Familie zog dann in die Hebelstraße 6 um, wo sie bis 1907 gemeldet waren.

Der Kaufmann MAX FRANK betrieb erfolgreich einen Versandhandel mit Artikeln zur Wochenbett- und Kinderpflege, sowie einen Verkauf aller damit zusammenhängenden Waren. Auch hatte er ein Kinderwagenfachgeschäft in der Bertoldstraße 28. Firmensitz war u.a.die Schwabentorstraße 9. 1911 zogen die drei Familienmitglieder in die Schwabentorstraße 5. 1920 starb die Mutter Babette Frank im Alter von 77 Jahren. Sie ist hier auf dem Jüdischen Friedhof beerdigt worden.

Von 1917 bis 1936 war MAX FRANK in der Friedrichstraße 11 gemeldet. Durch den Boykott der "jüdischen" Geschäfte ab 1933, wurde auch sein Umsatz geringer. Seine Schwester Helene Frank starb 1936. Am 1.Oktober 1936 musste MAX FRANK in die Glümerstraße 31 umziehen, wo er bis zur Oktoberdeportation 1940 wohnte.

Nach der Reichspogromnacht 1938, am 10.November morgens um 7 Uhr haben zwei Polizeibeamte MAX FRANK verhaftet und in das Freiburger Gefängnis gebracht. Am 11.November 1938 wurde er, zusammen mit 136 anderen Männern aus Freiburg und Umgebung, in das Konzentrationslager Dachau deportiert. Er erhielt dort die Gefangenennummer 22531. Er hatte 49,83 Reichsmark an Bargeld bei sich, das ihm abgenommen wurde.

Aus Dachau kam er zurück nach Freiburg. Der erneuten Verhaftung am  22.Oktober 1940, kam er zuvor. MAX FRANK wurde am 23.Oktober 1940 um 16.30 Uhr tot in seiner Wohnung aufgefunden. Im Polizeibericht steht lakonisch über seinen Suizid: "...ein Jude hat sich erhängt..."

MAX FRANK wurde 67 Jahre alt.

  • Stolpersteinverlegung für MAX FRANK im November 2004

Quellen:   1, 3, 6, 7, 8, 9, 17, 27

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