STOLPERSTEINE IN FREIBURG

 

LUDWIG MEYER

200 | Marienstraße 7, 79098 Freiburg (A)

LUDWIG MEYER wurde am 9. August 1862 in Paderborn geboren. Er arbeitete bis ins hohe Alter als Notar, musste aber 1939 -auf Druck der Nazis- seinen Beruf aufgeben. Ein STOLPERSTEIN für ihn wurde in der Marienstraße 7 verlegt, wo er wohnte, allerdings von 1933 bis 1940 nicht gemeldet war. Die Pension Vogt, in der er lebte, wurde von 1940 an als sogenanntes Fremdenheim genutzt. Heute befindet sich in dem Haus das „Hotel Alleehaus“.

 

Am 22. August 1942 wurde LUDWIG MEYER verhaftet und mit dem Deportationszug XIII/1 in das Konzentrationslager Theresienstadt verschleppt. Der Zug kam am Bahnhof Bauschowitz am 23. August 1942 an. „Kaum vorstellbare drastische Szenen spielten sich ab, wenn die ... deutschen ... Juden mit ihrem fünfzig Kilogramm schweren Gepäck ... auf dem Bahnhof von Bauschowitz ausstiegen und die zweieinhalb Kilometer nach Theresienstadt zu Fuß zurücklegen mussten“ (aus dem Theresienstädter Gedenkbuch, Quelle 22, S. 21). Dort starb LUDWIG MEYER schon drei Wochen später am 14. September 1942. Er wurde 80 Jahre alt.

 

 

Stolpersteinverlegung für  LUDWIG MEYER im Januar 2004.

(Siehe auch das Foto im Buch Leben im Denkmal, Quelle 44, S. 92.)

 

Quellen 1, 2, 8, 10, 12, 22, 43, 44

 

  • ≡