STOLPERSTEINE IN FREIBURG

 

 

LEO JUDAS

130 | Erbprinzenstraße 9, 79098 Freiburg | (A)

LEO JUDAS wurde am 3. September 1895 in Ihringen geboren. Er war verheiratet mit HILDE JUDAS, geborene SÜSSMANN. Mit seiner Frau hatte er die Söhne: Manfred (*2. April 1935) und Josef Erwin (*17. Februar 1936). Ab 1933 war LEO JUDAS in Freiburg in der Erbprinzenstraße 9 gemeldet. Er führte in der Niemensstraße 11 die Vieh- und Pferdehandlung Judas. 1936 war seine Wohnadresse in der Tennenbacher Straße. Bis zum 22. Oktober 1940 wohnte er dann in der Gresserstraße 17. Ein Mann, der dort als Junge lebte erinnert sich noch an Leo Judas' Sohn Manfred, der dem Nazi-Terror entkam und in die USA fliehen konnte. Im Juli 1937 wurde Leo Judas „jede weitere Tätigkeit untersagt“ (Quelle 6, S. 307). Im Rahmen der Reichspogromnacht wurde LEO JUDAS am 11. November 1938 verhaftet und in das KZ Dachau deportiert. Dort bekam er die Gefangenennummer 20359. Bei seiner Verhaftung hatte er 209,41 Reichsmark bei sich, die er im KZ abgeben musste. Nach seiner Rückkehr nach Freiburg wurde er erneut verhaftet und am 22. Oktober 1940 in das französische Camp Gurs deportiert. Wie einige andere Mitglieder der Familie wurde er von seinem Neffen, ERICH JOSEPH FORST, aus dem Camp befreit. Die Flüchtigen wurden jedoch nach sieben Monaten auf einem Bauernhof entdeckt (verraten?) und zurück nach Rivesaltes, einem Nebenlager von Gurs, gebracht. 1942 deportierte man LEO JUDAS weiter in das KZ Auschwitz, wo er im Alter von 47 Jahren ermordet wurde..

 

 

Stolpersteinverlegung für Leo Judas im Oktober 2005.

 

Quellen:   1, 2, 3, 5, 6, 7, 8, 10, 12, 14, 16

 

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