STOLPERSTEINE IN FREIBURG

 

 

JULIUS HAAS

105 | Schillerstraße 42, 79102  Freiburg | (A)

JULIUS HAAS wurde am 22. März 1874 in Emmendingen geboren. In Freiburg arbeitete er als Bezirksdirektor der Iduna Versicherungen. Ab 1934 musste er diese Tätigkeit jedoch auf Druck der Nationalsozialisten aufgeben. 1933 war er in der Wilhelmstraße 15 gemeldet, von 1934 bis 1940 wohnte er in der Schillerstraße 42, zweiter Stock.

 

Vermutlich heiratete er 1940 die Witwe BERTA JOST GEB.GREILSHEIMER. Ab 1940   ist auch sie unter dem Namen BERTA HAAS 104 in der Schillerstraße 42 gemeldet.

 

Nach der Reichspogromnacht wurde JULIUS HAAS am 11. November 1938 verhaftet. Vom Freiburger Gefängnis aus wurde er dann in das KZ Dachau deportiert. Dort musste er als Gefangener sein Bargeld in Höhe von 10,10 Reichsmark abgeben, das er bei sich führte. JULIUS HAAS bekam in diesem KZ die Gefangenennummer 20938. Nachdem er unterschrieben hatte, sein Vermögen und seinen Besitz abzugeben, wurde er nach Hause entlassen.

 

Am 22. Oktober 1940 wurde JULIUS HAAS  erneut verhaftet. Von Freiburg aus wurde er wieder deportiert, dieses Mal in das süd-west französische Camp Gurs. Die schrecklichen Lebensbedingungen in diesen Lagern waren kaum zu ertragen. Für JULIUS HAAS wurden diese zu erleidenden Qualen lebensbedrohlich. Am 14. (oder 16.) Februar 1942 ist JULIUS HAAS in dem Camp Rivesaltes, einem Nebenlager von Gurs, im Alter von 68 Jahren durch Hunger, Kälte und die ständige Angst vor der ungewissen Zukunft ermordet worden.

 

 

STOLPERSTEIN-Verlegung für JULIUS HAAS im Juli 2003.

 

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