STOLPERSTEINE IN FREIBURG

JULIUS FRIEDBERG

Julius Friedberg wurde am 23.April 1875 in Bruchsal geboren. Er war Apotheker und ihm gehörte die Herdern-Apotheke im gleichnamigen Freiburger Stadtteil in der Zähringerstraße 37, Ecke Zähringer- (Habsburger-)/Burgunderstraße. Diese Apotheke musste er am 1.Oktober 1936 "zwangsverkaufen" an August Tenckhoff.

Er war verheiratet mit der Lehrerin GERTRUD FRIEDBERG geb. KAUFMANN. 1914 wurde die gemeinsame Tochter HANNA FRIEDBERG geboren, die den Holocaust überleben konnte, weil sie schon 1933 nach Palästina auswanderte. Von seiner Frau GERTRUD FRIEDBERG wurde er später geschieden.

JULIUS FRIEDBERG wurde 1938 im Zusammenhang mit der Reichspogromnacht in Freiburg verhaftet und am 11.November 1938 in das Konzentrationslager Dachau deportiert. Er hatte 10,55 Reichsmark bei sich. Registriert war er in Dachau unter der Gefangenennummer 20930. Am 24.Dezember 1938 wurde er im KZ Dachau im Alter von 63 Jahren ermordet. Seine testamentarische Bitte von 1936, seine persönlichen Sachen unter seinen Grabstein zu legen, wurde von seiner langjährigen Mitarbeiterin in der Apotheke, Frau Barth, erfüllt.

Zuletzt hatte JULIUS FRIEDBERG in Freiburg in der Friedrichstraße 53 (heute 47) gewohnt, wo im Juli 2003 in Anwesenheit des Bürgermeisters Ulrich von Kirchbach ein STOLPERSTEIN für ihn verlegt wurde.

  • Stolpersteinverlegung für JULIUS FRIEDBERG im Juli 2003

Quellen:   1, 2, 6, 7, 8, 10, 17

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