STOLPERSTEINE IN FREIBURG

JOSEF DREIFUSS

JOSEF DREIFUSS (auch Dreyfuss oder Dreyfuß) war ledig, Kaufmann, Reisender und Besitzer der Breisgau-Brennerei Greilsheimer & Dreyfuß, die sich von 1933 bis 1939 in der Friedrichstraße 31 (heute Friedrichring 31) befand. Er lebte mit EMMA DREIFUSS, mit der er offensichtlich verwandt war - sie könnte seine Mutter gewesen sein - in der Friedrichstraße.

Von 1933 bis 1938 war er Mitglied im Synagogenrat. Nach der Reichspogromnacht im November 1938 wurde JOSEF DREIFUSS verhaftet und wie fast 120 andere jüdische Männer aus Freiburg und Umgebung über das Gefängnis Freiburg in das KZ Dachau eingeliefert. Er erhielt dort die Gefangenennummer 22359. Seine erzwungene Vermögensabgabe erfolgte am 6.März 1939. Ohne diese hätte er das KZ Dachau nicht verlassen können.

Er kehrte wieder nach Freiburg zurück und organisierte sofort seine Flucht. Am 24.September 1939 floh er nach Basel. Am 15.April 1940 wurde ihm die deutsche Staatsbürgerschaft aberkannt.

Er starb am 23.April 1951 mit 66 Jahren. JOSEF DREIFUSS hat nach der Nazi-Zeit nicht wieder in Freiburg gewohnt.

  • Stolpersteinverlegung für JOSEF DREIFUSS im Juli 2003

Quellen:   1, 6, 7, 8, 10, 17, 27

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