STOLPERSTEINE IN FREIBURG

IDA BLOCH

IDA BLOCH wurde am 28. März 1886 in Lörrach geboren. Ihre Eltern waren KLARA BLOCH und Salomon Bloch. IDA BLOCH lebte als Kauffrau und Vertreterin in Freiburg. In den Einwohnerbüchern der Jahre 1933-1937 und 1939 ist sie erwähnt, in den Jahren 1938 und 1940 fehlen die Einträge.

Am 22. Oktober 1940 wurde IDA BLOCH  in der Moltkestraße 10 in Freiburg verhaftet. Es war ein Tag des hohen Jüdischen Festes Sukkot, das sog.Laubhüttenfest. Die Gestapo hat wohl damit gerechnet, dass viele der  Menschen mit jüdischer Religion dieses Fest zu Hause feiern und deswegen auch zu Hause zu verhaften sind. Mehr als 350 Freiburgerinnen wurden an diesem Tag verhaftet und in das Internierungslager/KZ Gurs  deportiert. In der Gurs-Deportationsliste war ist der Name IDA BLOCH  unter der Nummer 446 verzeichnet. Nach fast zwei quälenden Jahren gepeinigt von Hunger, Krankheit und grauenhaften hygienischen Verhältnissen wurde IDA BLOCH von Gurs in das KZ Drancy weiterdeportiert.

Am 10. August 1942 wurde IDA BLOCH mit dem Konvoi Nr. 17 in Viehwaggons in das KZ Auschwitz gebracht. Mit ihr mussten 524 Frauen und 475 Männer in diesem Transport fahren. 290 Frauen - eine davon war IDA BLOCH -  waren zwischen 46 und 60 Jahre alt, 309 der Männer zwischen 45 und 61 Jahren. Offiziell gilt IDA BLOCH als verschollen. Es ist jedoch nicht anzunehmen, dass sie eine von den 100 Frauen war, die die Häftlingsnummern von 16637 bis 16736 bekamen und zur Arbeit geschickt wurden. Stattdessen wird sie eine von den 766 Personen gewesen sein, die die Nazis direkt nach der Ankunft in die Gaskammern von Auschwitz-Birkenau schickten. Nur ein einziger Mensch aus dem Konvoi - Herbert Fuchs - hat den Terror der Nazis überlebt. IDA BLOCH war 56 Jahre alt als sich ihre Spur in Auschwitz verlor und sie dort ermordet wurde.

  • STOLPERSTEIN-Verlegung  für IDA BLOCH im Januar 2003
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