STOLPERSTEINE IN FREIBURG

ERICH JOSEPH FORST

ERICH JOSEPH FORST, geboren am 10. Juli 1920 in Boppard, lebte mit seiner Mutter BELLA FORST geb. JUDAS und seiner Schwester ELSE FORST in der Reichsgrafenstraße 24 in Freiburg-Wiehre. Er war, wie seine Schwester, christlich getauft. Von seinem Vater Jakob hatte die Mutter sich getrennt.

ERICH JOSEPH FORST floh schon am 26.Juni 1938 nach Frankreich. Er wurde jedoch gefasst und interniert. 1942 wurde er in das KZ Auschwitz deportiert und dort im Alter von 22 Jahren ermordet. Er ist am 31.Dezember 1942 für tot erklärt worden.

Inge Kaufmann, eine Verwandte, und auch Kurt Judas, ein Cousin von ERICH JOSEPH FORST, erinnern sich, dass während des Aufenthalts der Familien im Lager Rivesaltes, einem Nebenlager vom KZ Gurs, nachts außerhalb der Zäune ein Lastwagen auftauchte. Dieser Lastwagen ist von ERICH JOSEPH FORST organisiert worden und damit brachte er 9 Familienmitglieder der Familie Judas  in die Freiheit außerhalb des Lagers. Mehrere Monate (Kurt Judas meinte etwa 7 Monate) lebten sie auf einem Bauernhof versteckt. Sie wurden jedoch gefasst, ob durch Verrat oder bei einer Razzia ist nicht bekannt. Nur Kurt und seine Cousins Manfred und Erwin überlebten den Krieg. Für die Eltern von Kurt Judas sind in Freiburg in der Gresserstraße 17 STOLPERSTEINE verlegt. Diese und fünf andere Steine, darunter der für ERICH JOSEPH FORST, wurden gestiftet von Inge Kaufmann, die mit einem Cousin von ERICH JOSEPH FORST verheiratet war. Den Namen Judas hatte der Cousin nach dem Krieg in Kaufmann ändern lassen, weil - wie er sagte - seine Kinder nicht auch unter Antisemitismus leiden sollten.

  • STOLPERSTEIN-Verlegung für ERICH JOSEPH FORST im Juli 2003
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