STOLPERSTEINE IN FREIBURG

ELSE FORST

ELSE (auch Ilse oder Babette) FORST wurde am 30.Mai 1922 in Boppard geboren. Sie war die Tochter von BELLA FORST und Jakob Forst und die Schwester von ERICH JOSEPH FORST.

ELSE FORST war christlich getauft. Sie wurde am 22.Oktober 1940, einem Tag des Jüdischen Laubhüttenfestes, zusammen mit ihrer Mutter verhaftet und nach Gurs deportiert. Aus diesem Lager / KZ Gurs  gibt es ein Foto, das sie mit Schürze beim Kochen zeigt. 1942 wurde ELSE FORST weiter deportiert in das KZ Auschwitz-Birkenau und dort in den Gaskammern, 20 Jahre alt, ermordet.

Kinder bis 16 Jahre hatten eine kleine Chance, dem Nazi-Terror zu entkommen. Aus Gurs und den unendlich vielen anderen Lagern in Frankreich konnten durch die Hilfe von sehr mutigen Menschen rund 6.000 Kinder von jüdischen Organisationen, zum Beispiel der OSE und der Schweizer Kinderhilfe, dem Internationalen Roten Kreuz, der CIMADE u.a. vorerst befreit werden. Mit Duldung der Vichy-Regierung versteckten Helfende die Kinder in Kinderheimen, auf alten Schlössern oder Bauernhöfen und brachten sie später über die Grenzen nach Spanien, in die Schweiz, nach England oder in die USA.

ELSE FORST und ihr Bruder waren für diese Rettungsmöglichkeit zu alt.

  • STOLPERSTEIN-Verlegung für ELSE FORST im Juli 2003

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