STOLPERSTEINE IN FREIBURG

ELSA COHN

ELSA (oder auch Else) COHN wurde am 14. (oder 15.) Oktober 1879 in Karlsbad geboren. Sie hatte die tschechische Staatsangehörigkeit, wurde aber später Deutsche. Wie Renate Citron-Lais erzählte, die ELSA COHN kannte, war ELSA COHN eine für die damalige Zeit außerordentlich gebildete Frau. Durch ihre Familie war sie wohlhabend. Die Familie besaß in Frankfurt eine Firma, der Bruder zahlte ihr eine großzügige Rente. Sie litt an einer Blutkrankheit, die sie aber sehr schwächte und hatte zwei Haushaltshilfen. ELSA COHN  war ledig. Ihre beiden Schwestern Dorothea Dora (1889-1930) und Olga (1866-1935) starben eines natürlichen Todes. Sie liebte ihr Haus in der Lugostraße 4, ihr Elternhaus, sehr. Von 1923 bis 1927 wohnte sie dort. Danach lebte sie über siebeneinhalb Jahre in der Urachstraße. Dann wieder im Elternhaus. Als ELSA COHN am 31. August 1939 durch neue NS-Gestze gezwungen wurde, das Haus in der Lugostraße 4 nun endgültig zu verlassen, um erneut in die Urachstraße zu ziehen, dieses Mal in die Nummer 33, nahm ELSA COHN sich am 13. Oktober 1939 das Leben, einen oder zwei Tage vor ihrem 60. Geburtstag.

  • Stolpersteinverlegung für ELSA COHN im Januar 2005

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