STOLPERSTEINE IN FREIBURG

 

 

EDUARD HEILBRUNNER

111 | Moltkestraße 40, 79098 Freiburg | (A)

EDUARD HEILBRUNNER (auch Heilbronner) wurde am 11. Mai 1876 in Sulzburg geboren. Er lebte gemeinsam mit seiner Frau LINA HEILBRUNNER ab 1933 im zweiten Stock des Hauses Moltkestraße 40 in Freiburg. Sie hatten den gemeinsamen Sohn, Julius, und die Tochter, Rosa (* 10. März 1912). Bis November 1938 hatte EDUARD HEILBRUNNER als Kaufmann für Rohprodukte zusammen mit seiner Frau ein Geschäft in der Lagerhausstraße 12, danach ist nur noch die Wohnadresse in den Einwohnermeldebüchern geführt. Er wurde, wie alle Geschäftsleute mit jüdischer Religion, vom Nazi-Regime enteignet. Seine Eltern waren Israel Heilbrunner und Rosa Heilbrunner, geborene Weil. Die Familie Weil aus Emmendingen war Miteigentümer des Hauses in der Moltkestraße.

 

Am 22. Oktober 1940 wurde EDUARD HEILBRUNNER zusammen mit seiner Frau LINA verhaftet. Da dies einer der Tage des Jüdischen Laubhüttenfestes war, nahmen die GESTAPO und die Polizei an, dass die Menschen um dieses Fest zu begehen, zu Hause sein würden. So konnte die Polizei möglichst viele Menschen, die auf der Deportationliste standen, verhaften. Vom KZ Gurs aus kam EDUARD HEILBRUNNER nach fast zwei Jahren der Gefangenschaft, des Hungers und des Elends in Gurs in das KZ Drancy. Mit dem Konvoi Nr. 29 vom 7. September 1942 wurde EDUARD HEILBRUNNER in das KZ Auschwitz weiter deportiert. Im Alter von 66 Jahren wurde er dort in den Gaskammern ermordet.

 

 

Stolpersteinverlegung für EDUARD HEILBRUNNER  im Oktober 2003.

 

Quellen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 10, 12, 35, 39

 

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