STOLPERSTEINE IN FREIBURG

CHASKEL FRANK

CHASKEL FRANK wurde am 19.Oktober 1883 (auch 13.Oktober möglich) in Wischnitz (auch Witznitz) geboren. Er war von Beruf Kaufmann. Ihm gehörte in Freiburg die Firma Frank & Co., die Aussteuerartikel verkaufte. Er war verheiratet mit Hertha (auch Berthel) Frank. Bis 1937 war er in der Rheinstraße 27 gemeldet, die heute die Hausnummer 19 trägt. Ab 1938 war das Ehepaar in der Salzstraße 11 gemeldet, möglicherweise hatte CHASKEL FRANK zu diesem Zeitpunkt sein Geschäft - weil er die jüdische Religion hatte - schon aufgeben müssen.

Die Reichspogromnacht am 9./10.November 1938 bedeutete auch für mehr als 130 Männer mit jüdischer Religion aus Freiburg und Umgebung, dass die Polizei sie verhaftete und am 11.November in das KZ Dachau deportierte. Um aus diesem brutalen KZ freizukommen, mussten die Inhaftierten in der Regel ihr Vermögen ab- und ihre Geschäfte aufgeben. Meist schon im Dezember kehrten diese kahlgeschorenen und gequälten Männer zurück.

Am 22.Oktober 1940, einem Tag des jüdischen Laubhüttenfestes, wurde CHASKEL FRANK erneut verhaftet und deportiert. Zusammen mit seiner Frau Hertha musste er die Züge in das KZ-Lager Gurs besteigen. Dass ihre Wohnungen und ihr Hausrat manchmal schon im Dezember 1940 versteigert wurde, das wussten sie wohl nicht.

Nach zwei bitteren Jahren als Gefangener der Nazi-Deutschen brachte man CHASKEL FRANK in das KZ Drancy, aus dem er am 30.Mai 1944 mit dem Konvoi Nr. 75, einem der letzten Konvois aus dem Westen in den Osten, nach Auschwitz weiter deportiert wurde. Dort wurde CHASKEL FRANK im Alter von 60 Jahren in den Gaskammern von Auschwitz-Birkenau ermordet.

  • STOLPERSTEIN-Verlegung für CHASKEL FRANK im April 2003

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