STOLPERSTEINE IN FREIBURG

 

CHARLOTTE HILLER

120 | Schwaighofstraße 6, 79100 Freiburg | (A)

CHARLOTTE HILLER kam am 17. Januar 1886 in Königsberg zur Welt. Sie war unverheiratet und lebte vom 1. September 1936 bis zum 22. Oktober 1940 in der Schwaighofstraße 6 in Freiburg. Damals war dort das „Fremdenheim“ Maximilian; eine Pension, die Joseph Hoedle gehörte. Heute befindet sich an dieser Stelle das Psychoanalytische Seminar Freiburg, das auch den STOLPERSTEIN für CHARLOTTE HILLER finanzierte.

 

Am 22. Oktober 1940 wurde sie von zwei Polizisten verhaftet und in das Camp Gurs deportiert. Über sie schreibt Lili Reckendorf in ihrem Bericht: »Frl. Hiller ... aus der Pension Hödle lebte wider Erwarten noch lange in Gurs, kam in ein TB-Heim, wo es allen viel schlechter ging. Oder gut, wie man will. Sie war durch und durch krank, aß schon seit Jahren nur musförmige Schonkost. Wie sie mit Rüben und Erbsen (Pois chiches ... Kichererbsen ... Karawanzen) bestehen konnte, war mir ein Rätsel.« (Quelle 36, s. 273) Von dort aus wurde sie weiter deportiert in das KZ Drancy. Am 12. August 1942 wurde CHARLOTTE HILLER erneut deportiert und kam mit dem Konvoi Nr. 18 in das KZ Auschwitz-Birkenau, wo sie im Alter von 56 Jahren ermordet wurde.

 

 

STOLPERSTEIN-Verlegung für CHARLOTTE HILLER im Januar 2004.

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