STOLPERSTEINE IN FREIBURG

 

BLANDINE MÜLLER

211 | Elsässer Straße 35a, 79110 Freiburg (A)

Am 1. Juni 1890 wurde BLANDINE MÜLLER, geborene MANN, in Steinbach in der Pfalz geboren. Seit ihrer Heirat mit ARTHUR MÜLLER war sie Hausfrau. Das Paar hatte die Tochter, Hildegard (*29. August 1912), und den Sohn, Siegfried Julius (*6. April 1919). Sie lebten in der Hugstetter Straße 117, 1934 umbenannt in Elsässer Straße 27. Heute ist dies die Adresse Elsässer Straße 35a. Das Haus gehörte der israelitischen Gemeinde und zum Friedhof.

 

Am 22. Oktober 1940 wurde BLANDINE MÜLLER, die seit 1939 Witwe war, zusammen mit mehr als 350 Freiburgerinnen und Freiburgern verhaftet und in das Camp Gurs (Pyrenäen) deportiert. Dort musste BLANDINE MÜLLER unter unmenschlichen Bedingungen zwei Jahre leben. Sie wurde dann in das KZ Drancy (bei Paris) weiterdeportiert und von dort aus am 6. November 1942 mit dem Deportationszug Nr. 42 mit 1.300 anderen Menschen, darunter mehr als 300 Kindern, eskortiert u.a. von dem Feldwebel Ullmeier, und in das Vernichtungslager Auschwitz gebracht. Die Ankunft war am 8. November 1942. Nur vier Menschen aus diesem Deportationszug haben das KZ Auschwitz überlebt. Offiziell wurde BLANDINE MÜLLER für tot erklärt. Es gilt als sicher, dass sie unmittelbar nach ihrer Ankunft im KZ Auschwitz-Birkenau im Alter von 52 Jahren  ermordet wurde.

 

 

Stolpersteinverlegung für BLANDINE MÜLLER im Januar 2004.

 

Quellen:  1, 2, 3, 5, 8, 10, 12, 35

 

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