STOLPERSTEINE IN FREIBURG

BELLA FORST

BELLA FORST wurde am 2.Mai 1889 als BELLA JUDAS in Ihringen geboren. Sie hatte elf Geschwister. Ihr Vater Joseph Judas, gestorben 1916, war in zweiter Ehe mit BERTHA JUDAS  verheiratet. Von den zwölf Kindern sind sechs ausgewandert oder vor den Nazis rechtzeitig geflohen, sechs blieben in Deutschland. Von diesen in Deutschland gebliebenen Geschwistern hat nur Abraham Judas, der gerade noch rechtzeitig in die Schweiz flüchten konnte, den Nazi-Terror dort zusammen mit seinem Sohn Hans Judas, später Hans Kaufmann, überlebt. Seine fünf Geschwister mit Frauen, Männern, einige auch mit ihren Kindern, sind ermordet worden.

BELLA FORST war verheiratet mit Jakob Forst, der aus Boppard stammte. Mit ihm hatte sie zwei Kinder: ELSE FORST (*30.Mai 1922) und ERICH JOSEPH FORST (*10.Juli 1920). Von ihrem Mann lebte sie getrennt, er wurde später durch die Nazis im KZ Sachsenhausen erschossen. BELLA FORST wurde am 22.Oktober 1940 zusammen mit ihrer Tochter ELSE FORST und einigen ihrer Geschwister und deren Familien in Freiburg verhaftet und nach Gurs deportiert.

ERICH JOSEPH FORST gelang es, vorher nach Frankreich zu fliehen, er wurde jedoch gefasst. Von Inge Kaufmann, Witwe von Hans Kaufmann, wurde uns erzählt, dass er sich wohl der französischen Widerstandsbewegung "Résistance" angeschlossen hat.

BELLA FORST wurde,nach zwei furchtbaren Jahren in diesem grauenhaften Lager Gurs 1942 weiter deportiert in das KZ Auschwitz-Birkenau und dort im Alter von 53 Jahren in den Gaskammern ermordet. BELLA FORST wurde am 31.Dezember 1942 für tot erklärt.

  • STOLPERSTEIN-Verlegung für BELLA FORST im Juli 2003

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