STOLPERSTEINE IN FREIBURG

ALICE BERTA GÜNZBURGER

ALICE BERTA (auch Alixe) GÜNZBURGER geb. HEINSHEIMER kam am 19.Juni 1892 in Eppingen zur Welt. Ihre Eltern hießen Maier Heinsheimer und Johanna, geb. Kahn.

Im Ersten Weltkrieg arbeitete sie als Militärkrankenschwester. Sie war mit dem Kaufmann SAMUEL SIGMAR GÜNZBURGER verheiratet und hatte mit ihm die drei Kinder Johanna (heute Janine, *5.September 1923), Gertrud (*1.Januar 1925) und Norbert Simon (*6.August 1921).

Am 28.August 1938 floh das Paar mit seinen drei Kindern nach Frankreich. Zunächst ging es nach Mulhouse, dann im September 1939 nach Gray. 1940 wurde die Familie in Langres im Burgund interniert. Abermals gelang jedoch im November die Flucht, diesmal nach Lyon, weiter nach Marseille und von dort über Casablanca mit dem Schiff im März 1942 nach Kuba. Bis 1943 waren sie dort im Lager Tiscornia interniert, bis sie, ebenfalls noch im Jahr 1943, nach fünf Jahren auf der Flucht in New York ankamen. ALICE BERTA GÜNZBURGER starb 1987 im Alter von 95 Jahren in New York.

Ihre Enkelin Leslie Maitland, die heute in Washington lebt, schreibt ein Buch über die Geschichte der Familie (CROSSING THE BORDER OF TIME) und hat durch ihre Informationen dazu beigetragen, das Andenken auch in Freiburg lebendig zu halten. Über verschiedene Kontakte (unter anderem mit Walter Preker, dem Leiter des Büros des Oberbürgermeisters der Stadt Freiburg) war im Juni 2004 ein Treffen in Washington von Janine Günzburger, ihrer Tochter Leslie und ihrem Schwiegersohn Dan mit Marlis und Andreas Meckel möglich.

  • STOLPERSTEIN-Verlegung für ALICE BERTA GÜNZBURGER im Januar 2005
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